Kaffeezubereitung #1 – Der Porzellanfilter

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Es ist Zeit für meinen ersten Beitrag zur Kaffeezubereitung. Natürlich gibt es dabei die abenteuerlichsten Verfahren. Vom normalen Kaffeevollautomaten, bis hin zum vakuumzubereiteten Kaffee.

Heute beschäftigen wir uns mit der Urform der Kaffeezubereitung. Dem Filterkaffee. Zunächst sei gesagt: Ich bin kein Anhänger von Kaffeemaschinen. In aller Regel wird hierbei das Wasser einmalig erhitzt und tropft dann bis zum (im wahrsten Sinne des Wortes) bitteren Ende vor sich hin. Durch die herabgesetzte Wassertemperatur können sich Aromastoffe schlechter entfalten und Bitterstoffe werden freigesetzt.

Erstmal muss man sich für eine Kaffeesorte und Marke entscheiden. Es reicht hierbei vom 2 Euro Kaffeeersatz vom Discounter bis zum 20 Euro Edel-Kaffee (natürlich ist nach oben immer noch Platz). Einfache Grundregel: Erlaubt ist, was schmeckt.

Mir waren bei meiner Wahl einige Punkte wichtig – Diese entsprechen aber natürlich meinem subjektiven Geschmacksempfinden:

- Es sollte sich um reinen Arabica Kaffee handeln (laut Gesetz dürfen relativ viele Ersatzstoffe zugemischt werden)

- Es sollte kein europäischer Kaffee sein (der ist mir i.d.R. zu bitter)

- Er sollte fair angebaut und verkauft werden (Die Ausbeutung der Kaffeebauern ist leider sehr groß und Bio-Siegel haben häufig niedrige Bestimmungen oder einfach nur hohe Lizenzpreise)

Bei meiner Recherche fielen dabei fast alle gängigen Massenkaffeeanbieter aus. Letztendlich fiel die Wahl auf den äthiopischen Limu-Kaffee des Internetanbieters Coffee Circle. Ein Blick lohnt sich. Es ist nicht nur toller Kaffee, sondern es gibt auch tolle Zubereitungstipps auf der Website.

Fangen wir also an unseren Kaffee zu machen. Natürlich kauft der konsequente Kaffeenerd keinen gemahlenen Kaffee. Der hat sich nämlich meistens schon von einem Großteil seiner Aromen verabschiedet – vor allem im Supermarktregal.

Ich nutze eine kleine Handkaffeemühle mit Keramikmahlwerk. Das reicht bei einem Durchgang für meine Morgendosis. Der Mahlvorgang dauert etwa 90 Sekunden. Viel schneller kocht das Wasser auch nicht.

Für die Zubereitung habe ich mich für einen Porzellanfilter entschieden. Sobald man den Kaffeefilter aufgesetzt hat, sollte dieser einmal mit kochendem Wasser durchgespült werden. So wird ein möglicher Eigengeschmack noch entfernt. Der Kaffee sollte auf mittlerem Mahlgerad zubereitet werden. Ist das Pulver zu fein verbleibt das Wasser zu lange im Kaffee und wird ggf. zu stark. Ist das Pulver zu grob fließt es zu schnell hindurch.

Das Kaffeepulver im Filter sollte nun einmal mit dem heißen Wasser benetzt werden. Ihr werdet beobachten, dass sich kleine Blasen bilden. Der Kaffee arbeitet und setzt CO2 frei. Dieser Vorgang heißt Bloom und dauert ca. 30 Sekunden. Das Warten lohnt sich, denn dadurch kann sich das Aroma besser entfalten.

Nun wird das Wasser im Filter in kreisförmigen Bewegungen bis oben hin aufgegossen. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis die gewünschte Menge erreicht ist.

Gemacht? Herzlichen Glückwunsch – der perfekt zubereitete Filterkaffee ist fertig.

Zwar gehöre ich zur strikten No Milk / No Sugar – Fraktion aber natürlich auch hier gilt: Erlaubt ist, was schmeckt.

Hier einmal das von mir benutzte Setting für diese Zubereitung:

HARIO Mini Mill (Kaffeemühle für kleine Mengen)

HARIO Porzellanfilter V60

HARIO Range Server V60 (Kaffeekanne)

HARIO Filterpapier V60 (Japan Import, definitiv kein Muss – in einigen Tests hat ein Melitta-Kaffeefilter besser abgeschnitten als mein Import)

Limu – Kaffee (von CoffeeCircle)

Ich freue mich über euer Feedback!

Nerd Tipp #2: Mehrfachfilter – Benutzt nach Möglichkeit keine Mehrfachfilter aus Plastik. Bei häufiger Benutzung bleiben Bitterstoffe darin hängen und geben bei weiteren Aufbereitungen immer etwas Geschmack ab. Glas oder Keramik lassen sich hervorragend reinigen.

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Über matzk

Einen Job habe ich auch! Ich bin nämlich Beamter! Allerdings verbringe ich meine Zeit seltener in Büros, sondern eher auf der Straße. Ich bin Feuerwehrbeamter. Darum dreht sich mein Blog auch ab und an immer mal um das Thema, Rettungsdienst und Alltag auf einer Feuerwache. Außerdem bin ich bekennender Kaffee-Junkie, was hier auch nicht zu kurz kommen wird.
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